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Steuerberater verabschieden neue stark verschlankte Berufsordnung

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) hat eine Neufassung der Berufsordnung für Steuerberater (BOStB) verabschiedet. Die neue BOStB ist von vormals 62 auf 30 Vorschriften reduziert worden. Dies soll laut BStBK-Präsident Horst Vinken ein einfacheres und zukunftsorientiertes Arbeiten ermöglichen. Die Beschlüsse der Satzungsversammlung müssen noch vom Bundesfinanzministerium genehmigt werden. Hat dieses keine Beanstandungen, tritt die neu gefasste Berufsordnung voraussichtlich Anfang 2011 in Kraft.

Zudem Gesetzesänderung und neue Rechtsprechung berücksichtigt

Gestrichen wurden laut BStBK überflüssige zivil-, handels- und wettbewerbsrechtliche Bestimmungen ebenso wie Regelungen, die lediglich den Wortlaut des Steuerberatungsgesetzes wiederholen. Die Neufassung der Berufsordnung berücksichtige darüber hinaus die Änderungen des Steuerberatungsgesetzes aus dem achten Steuerberatungsänderungsgesetz. Neu hinzugekommen sei zum Beispiel eine Regelung, die eine Ausnahmegenehmigung vom Verbot der gewerblichen Tätigkeit konkretisiert. Außerdem sei die Berufsordnung – insbesondere im Bereich der Werbung – an die neuere Rechtsprechung angepasst worden, meldet die BStBK. Umgesetzt wurden laut Mitteilung unter anderem die in 2010 ergangene Rechtsprechung zur Verwendung von Fachberaterqualifikationen bei privaten Organisationen und Vereinen.

Weiterführende Links

Aus der Datenbank beck-online

Führen des Zusatzes «Fachberater für Sanierung und Insolvenzverwaltung (DStV)» unzulässig, Meldung vom 16.04.2010, FD-DStR 2010, 301878

BFH, Führen des Zusatzes «Fachberater für Sanierung und Insolvenzverwaltung (DStV)» unzulässig, DStR 2010, 895

Drüen, 2010: Der Aufbruch zu einer neuen Steuerkultur?, DStR 2010, 2

beck-aktuell-Redaktion, Verlag C.H. Beck, 10. September 2010.