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OLG Hamm nimmt am Pilotprojekt «Richterliche Mediation in Familiensachen» teil

Beim Oberlandesgericht Hamm können die Verfahrensparteien ab dem 01.05.2011 auch in Familiensachen versuchen, ihren Konflikt unter Einschaltung eines speziell ausgebildeten richterlichen Mediators einvernehmlich zu lösen. Wie die OLG-Pressestelle am 19.04.2011 mitgeteilt hat, nimmt das Gericht am Pilotprojekt «Richterliche Mediation in Familiensachen» teil. 18 Richter stehen laut OLG als Vermittler für vertrauliche Mediationsgespräche zur Verfügung.

Richterliche Mediation beim OLG Hamm in Zivilverfahren bereits möglich

In diesen Gesprächen könnten die Parteien gemeinsam Lösungen für ihren Streit erarbeiten und ihren Konflikt in Anwesenheit ihrer Vertreter beilegen. Pilotgerichte seien neben dem OLG die Amtsgerichte Bielefeld und Minden sowie die zum Landgericht Mönchengladbach gehörenden Amtsgerichte. Laut Mitteilung können die Parteien das richterliche Mediationsverfahren beim OLG Hamm bereits in Zivilverfahren wählen.

Weiterführende Links

Aus der Datenbank beck-online

Greger, Mediation in Kindschaftssachen – Kosten, Akzeptanz, Nachhaltigkeit, FPR 2011, 115

von Seltmann, Der Regierungsentwurf eines Mediationsgesetzes, NJW-Spezial 2011, 126

Bercher/Engel: Kostenanreize für eine Streitbeilegung durch Mediation, ZRP 2010, 126

Nistler, Die Mediation, JuS 2010, 685

Aus dem Nachrichtenarchiv

Bundesrat: Gesetzentwurf zur Förderung der Mediation noch praxisgerechter ausgestalten, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 21.03.2011, becklink 1011411

Bundeskabinett beschließt Gesetz zur Förderung der Mediation, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 13.01.2011, becklink 1009090

beck-aktuell-Redaktion, Verlag C.H. Beck, 27. April 2011.