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Europäische Richtlinie zur Patientenmobilität in Kraft getreten

Alle in der Europäischen Union Versicherten können sich ab sofort in einem anderen EU-Mitgliedstaat behandeln lassen und bekommen die Behandlungskosten von ihrer heimischen Krankenkasse bis zur Höhe des Betrages erstattet, den die Krankenkasse für eine entsprechende Behandlung im Inland übernehmen würde. Dies ergibt sich aus der EU-Richtlinie zur Patientenmobilität, die am 25.10.2013 vollständig wirksam geworden ist.

Nationale Kontaktstelle gibt Auskunft über Ansprüche bei Auslandsbehandlungen

Patienten können sich nach der Richtlinie ab sofort zudem an eine eigens eingerichtete nationale Kontaktstelle bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung-Ausland wenden, um sich über ihre Ansprüche bei EU-Auslandsbehandlungen zu informieren und um an Informationen über Gesundheitsdienstleister im EU-Ausland zu gelangen.

Gegenseitige Anerkennung von Verschreibungen

Weitere Vorgaben der Richtlinie betreffen laut Bundesgesundheitsministerium die gegenseitige Anerkennung von Verschreibungen. Außerdem werde die Einrichtung freiwilliger fachspezifischer Netzwerke angestoßen, durch die die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten gezielt intensiviert wird. Das Netzwerk zu elektronischen Gesundheitsdiensten (eHealth) habe seine Arbeit bereits im Jahr 2012 aufgenommen. Ein Netzwerk zur Zusammenarbeit bei der Bewertung von Gesundheitstechnologien befinde sich im Aufbau. Außerdem werde auf EU-Ebene ein organisatorischer Rahmen für den Zusammenschluss besonders qualifizierter Versorgungseinrichtungen zu «Europäischen Referenznetzwerken» geschaffen, insbesondere auf dem Gebiet der Seltenen Erkrankungen.

Nur Krankenhausbehandlungen im Ausland vorher zu genehmigen

In Deutschland haben gesetzlich Versicherte bereits seit 2004 einen Anspruch auf Kostenerstattung für EU-Auslandsbehandlungen. Eine vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse ist und bleibt laut Gesundheitsministerium nur für Krankenhausbehandlungen im Ausland vorgeschrieben.

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Aus dem Nachrichtenarchiv

Richtlinie soll grenzüberschreitende Gesundheitsleistungen fördern, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 24.04.2009, becklink 280373

beck-aktuell-Redaktion, Verlag C.H. Beck, 28. Oktober 2013.