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Griechische Notare blockieren Zwangsversteigerung von Wohnungen

Die griechischen Notare haben sich am 12.10.2016 mit einem eintägigen Streik gegen die Zwangsversteigerung von Wohnungen von Bürgern gewendet, die ihre Schulden beim Staat nicht begleichen können. Dabei geht es insbesondere um Menschen, die wegen der Finanzkrise langfristig arbeitslos wurden und nur die von ihnen selbst bewohnte Immobilie besitzen.

Notare: Tausende Menschen könnten ihre Wohnung verlieren

"Der Staat, die Politiker und die Justiz müssen Entscheidungen (zum Schutz der ärmeren Bürger) treffen", erklärte der Verband der Notare des Landes. Wegen der dramatischen Finanz- und Wirtschaftskrise könnten Tausende Menschen ihre einzige Wohnung verlieren, sagten Notare im Staatsradio. In einigen Fällen gehe es nur um offene Schulden beim Staat in Höhe von 700 Euro. 

Tumulte bei Zwangsversteigerungen

Die Versteigerungen finden unter juristischer Aufsicht jeden Mittwoch in Gerichtssälen statt. Dabei kam es in den vergangenen Wochen zu Tumulten zwischen der Polizei und aufgebrachten Besitzern von Wohnungen, die versteigert werden sollten. Autonomen, die den Wohnungsbesitzern beistehen, gelang es, mehrere Versteigerungen zu stoppen, indem sie Gegenstände auf die Notare und die Richter warfen, die am Verfahren teilnahmen, wie das Fernsehen zeigte.

Weiterführende Links

Aus dem Nachrichtenarchiv

Griechische Justiz kurz vor dem Kollaps: 700.000 Verfahren offen, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 10.06.2016, becklink 2003544 

Kommission unterzeichnet ESM-Programm für Griechenland, Meldung der beck-aktuell-Redaktionvom 20.08.2015, becklink 2000893 

Bundestag billigt drittes Hilfspaket für Griechenland, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 19.08.2015, becklink 2000884

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 12. Oktober 2016.