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Energiewende: Brüssel genehmigt EEG 2017 und Netzreserve

Die Europäische Kommission hat am 20.12.2016 weitere zentrale Bausteine der Energiewende auf den Weg gebracht. Neben der Genehmigung des EEG 2017 und des Windenergie-auf-See-Gesetzes habe die Europäische Kommission damit auch grünes Licht für die sogenannte Netzreserve gegeben, erläuterte das Bundeswirtschaftsministerium.

Höhe der Förderung wird künftig durch Ausschreibung am Markt ermittelt

Mit der heutigen Genehmigung könne das EEG 2017 wie geplant am 01.01.2017 in Kraft treten, so das Ministerium weiter. Damit herrsche Rechtssicherheit über das künftige Förderregime, das mit der Umstellung auf Ausschreibungen die Erneuerbaren Energien fit für den Markt und damit für die nächste Phase des Erneuerbaren-Ausbaus mache. Ab 2017 werde die Höhe der Förderung nicht mehr staatlich festgesetzt, sondern durch Ausschreibung am Markt ermittelt.

Netzreserve soll Stabilität des Stromnetzes sichern

Neben der Genehmigung des EEG 2017 und des Windenergie-auf-See-Gesetzes habe die Europäische Kommission heute den Startschuss für die sogenannte Netzreserve gegeben. Die Netzreserve sichere die Stabilität des Stromnetzes und damit die Gewährleistung der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems. Sie sei zeitlich und größenmäßig an regionalen Netzengpässen orientiert. Zudem sei auch die Kostenerstattung für Anlagen in der Netzreserve angepasst und damit für die Praxis klar geregelt worden.

Weiterführende Links

Aus der Datenbank beck-online

Remmel, Von fachlichen und juristischen Baustellen der Energiewende, EnWZ 2016, 337

Franke, Systemstabilität und Wirtschaftlichkeit als Schlüsselherausforderungen bei der Umsetzung der Energiewende, EnWZ 2013, 529

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 20. Dezember 2016.