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Neues Messverfahren für CO2-Ausstoß beschlossen

Die CO2-Werte von erstmals zugelassenen Pkw sollen ab dem 01.09.2018 nach einem neuen, weltweit abgestimmten Verfahren ermittelt werden. Wie das Bundesministerium der Finanzen am 28.04.2017 mitteilte, sieht dies ein Gesetzentwurf vor, den der Bundestag angenommen hat. Der Stichtag soll auch für die Bemessung der Kfz-Steuer gelten, die unter anderem auf dem Schadstoffausstoß basiert.

Realitätsnähere CO2-Emissionswerte

Die von der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) entwickelte weltweit harmonisierte Testprozedur zur Ermittlung der Abgasemissionen leichter Kraftfahrzeuge ("Worldwide harmonized light duty test procedure" - WLTP) verfolge das Ziel, zukünftig realitätsnähere CO2-Emissionswerte im Rahmen der Typgenehmigung zu erhalten. Die Ermittlung der CO2-Emissionen unterscheide sich erheblich von dem derzeit maßgeblichen NEFZ-Verfahren ("Neuer Europäischer Fahrzyklus").

Weiterführende Links

Zum Thema im Internet

Den Gesetzentwurf der Bundesregierung finden Sie auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums im pdf-Format.

Aus der Datenbank beck-online

Kruhl, Nachbesserungen bei der Pkw-Maut - ein aktueller Überblick, NZV 2017, 167

Aus dem Nachrichtenarchiv

Anhörung: Automobilhersteller befürchten höhere Kfz-Steuer durch neues Messverfahren für CO2-Ausstoß, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 21.03.2017, becklink 2006133

Bund der Steuerzahler: Neues Abgasmessverfahren darf nicht zu Kfz-Steuererhöhung durch die Hintertür führen, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 19.01.2017, becklink 2005509

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 28. April 2017.