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Barley zum Datenklau: Musterklage gegen Internetkonzerne denkbar

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat nach der illegalen Veröffentlichung privater Daten von Politikern und Prominenten eine Musterklage gegen Twitter und Facebook ins Gespräch gebracht. "Sollten im Zusammenhang mit dem Datenleak Haftungsansprüche gegen Unternehmen bestehen, könnten betroffene Verbraucher sie gemeinsam im Rahmen einer Musterfeststellungsklage geltend machen", sagte die SPD-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Durch eine solche Klage könnte überprüft werden, ob ein Internetkonzern alles in seiner Macht Stehende getan hat, um Schäden abzuwenden.

Musterfeststellungsklage seit Ende 2018 möglich

Mit der Musterfeststellungsklage haben Verbände seit November 2018 die Möglichkeit, stellvertretend für Verbraucher gegen Unternehmen vor Gericht zu ziehen. Bei der ersten dieser Klagen geht es um Schadenersatz im Diesel-Skandal gegen Volkswagen.

Persönliche Daten von Politikern und Prominenten veröffentlicht

Ein 20-Jähriger aus Hessen soll über ein inzwischen gesperrtes Twitter-Konto im Dezember 2018 persönliche Daten von Politikern und Prominenten veröffentlicht haben. Rund 1.000 Politiker, Prominente und Journalisten sind betroffen, darunter Politiker aller Bundestagsparteien mit Ausnahme der AfD. Gegen den Hessen wird wegen des Verdachts der Ausspähung von Daten und Datenhehlerei ermittelt.

Weiterführende Links

Aus dem Nachrichtenarchiv

Datenklau: Verdächtiger 20-Jähriger nennt Ärger als Motiv, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 09.01.2019, becklink 2011906

Bundesinnenministerium kündigt "Cyber-Abwehrzentrum plus" an, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 07.01.2019, becklink 2011887

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 14. Januar 2019.