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EuG bestätigt Millionenstrafen gegen Computer-Zulieferer

Das Gericht der Europäischen Union hat Millionenstrafen gegen Sony, Toshiba und andere Hersteller bestätigt, die in einem Kartell die Preise für Computerteile hochgetrieben haben sollen. Die Richter wiesen am 12.07.2019 eine Klage der Unternehmen gegen die Geldbußen von zusammen mehr als 100 Millionen Euro zurück (Az.: T-762/15, T-763/15, T-772/15, T-1/16 und T-8/16).

Wettbewerbswidrige Absprachen bei Ausschreibungen

Die EU-Kommission war 2015 gegen die asiatischen Konzerne vorgegangen. Nach Erkenntnissen der Brüsseler Behörde hatten sie sich bei Ausschreibungen der PC-Hersteller Dell und Hewlett Packard für optische Laufwerke zwischen 2004 und 2008 abgesprochen und so den Wettbewerb ausgehebelt. Das EU-Gericht bestätigte jetzt das Vorgehen der Kommission und die Geldbußen.

Geldbußen in Millionenhöhe

Von verschiedenen Unternehmen der Sony-Gruppe forderte die Kommission insgesamt knapp 31 Millionen Euro, von Hitachi-LG rund 37 Millionen Euro und von Toshiba Samsung gut 41 Millionen Euro. Quanta Storage kam mit 7,1 Millionen Euro Geldbuße davon. Philips und Lite-On wurden verschont, weil sie das Kartell angezeigt hatten.

Weiterführende Links

Zum Thema im Internet

Die Volltexte der EuG-Urteile (Az.: T-762/15, T-763/15, T-772/15, T-1/16 und T-8/16) finden Sie in englischer Sprache auf den Seiten der europäischen Justiz.

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 12. Juli 2019.