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LG Stuttgart ächzt unter „Dieselklagen”-Welle gegen Daimler

Am Sitz des Daimler-Konzerns in Stuttgart ächzt das zuständige Landgericht unter einer enormen Welle von "Dieselklagen" und fordert Verstärkung. "Wir stehen vor einer riesigen Herausforderung, deren Ausmaß wir derzeit noch gar nicht abschließend einschätzen können", sagte Gerichtspräsident Andreas Singer am 29.07.2019. "Aber klar ist, dass wir für eine auf Jahre angelegte strukturelle Mehrbelastung dringend Verstärkung brauchen." Das Gericht ist als erste Instanz für alle Klagen zuständig, die sich gegen den Daimler-Konzern richten. Dieser hat seinen Sitz in Stuttgart.

Allein im ersten Halbjahr 2019 1.100 Fälle eingegangen

Allein im ersten Halbjahr 2019 seien 1.100 Fälle eingegangen, in denen Kläger entweder eine illegale Abgastechnik oder Fehler in den Widerrufsbedingungen von Kreditverträgen geltend machten, sagte Singer. Hinter den meisten stecke das Ziel, das Diesel-Auto angesichts schon bestehender oder drohender Fahrverbote ohne finanzielle Einbußen zurückgeben zu können. Daimler betonte, der Konzern nehme Kundenklagen grundsätzlich ernst, setze sich aber zur Wehr, wenn unbegründete Ansprüche geltend gemacht würden. Die große Mehrheit der Fälle sei bisher zugunsten von Daimler ausgegangen.

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Aus dem Nachrichtenarchiv

OLG Stuttgart hält Stuttgarter Diesel-Richter nicht für befangen, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 10.01.2019, becklink 2011921

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 29. Juli 2019.