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LG Berlin: Entwarnung nach Bombendrohung

Nach einer Bombendrohung gegen das Berliner Landgericht ist nach kurzer Ungewissheit Entwarnung gegeben worden. Es sei alles wieder freigegeben, sagte ein Justizmitarbeiter am 21.04.2020. Die sofort informierte Polizei hatte zuvor die Drohung überprüft und dazu einen Teil des Gebäudekomplexes geräumt. Die Drohung stand laut Gericht im direkten Zusammenhang mit dem Prozess gegen einen 32-Jährigen, der wegen bundesweit verschickter Drohmails gegen Politiker und Behörden angeklagt ist.

Prozess musste nach wenigen Minuten unterbrochen werden

 Der Prozess wurde wenige Minuten nach dem Auftakt noch vor Verlesen der Anklage wegen der Drohung unterbrochen. Die Verhandlung sollte voraussichtlich am Nachmittag fortgesetzt werden. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, in bundesweit verschickten Drohmails Sprengstoffanschläge und andere Tötungsdelikte angekündigt zu haben. Der Prozess war schon vorher vom Saal 220 in einen anderen Saal verlegt worden. Um 12.41 war nach Angaben einer Gerichtssprecherin ein Fax beim Gericht eingegangen, in dem stand, dass Sprengsätze vor dem Saal 220 deponiert worden seien. Das Fax habe mit "Heil Hitler" geendet, die Rede sei auch vom NSU 2.0 gewesen, so die Sprecherin.

Weiterführende Links

Aus der Datenbank beck-online

Holzner, Die drohende Gefahr, DÖV 2018, 946

OLG Frankfurt a. M, Störung des öffentlichen Friedens, JuS 2002, 929

Aus dem Nachrichtenarchiv

Bombendrohungen gegen mehrere Gerichte, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 11.01.2019, becklink 2011924

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 21. April 2020.